1 - 19112345...102030...»

Arbeitsgruppe und Vorprüfung von Almerschließungen

Gut gemeint, aber allzu spät und von zweifelhafter Wirkung!

D-7546-antersasc-alm-wiesen-puezDie Landesräte Schuler und Theiner kündigen eine Lösungsstrategie zur Frage der Almerschließungen an: Eine Arbeitsgruppe soll allfällige Erschließungsanträge im Einzelfall vorab prüfen, um mithilfe des Gutachtens den Gesuchstellern eine Vorentscheidung zu ermöglichen.
Dieser Lösungsvorschlag kommt reichlich spät, nachdem bereits über 85% der rund 1732 Almen Südtirols durch fahrbare Wege erschlossen sind, nur mehr 188 Almen als unerschlossen gelten und etwa im Streit um die Zufahrten zur Antersasc-Alm oder zur Spronser-Alm bereits viel Porzellan zerschlagen wurde. Fakt ist zudem, dass nur mehr ca. 50 Almen von mehr als 15 laktierenden Kühen bestoßen werden.
Wichtiger als die Prüfung noch fehlender Almenwege, wobei Südtirol alpenweit gewiss keinen Vergleich zu scheuen braucht, wäre eine Bilanz der Nutzung und Übernutzung von Almen, denn:

  • Gewiss ist die Almwirtschaft eine notwendige Ergänzung der Viehwirtschaft, da rund 50% des Viehbestands gealpt wird, zudem sichert die Möglichkeit zum Ausschank einen bäuerlichen Nebenerwerb.
  • Mit Nachdruck ist auch darauf hinzuweisen, dass Almwege auch als Zufahrten für private Hüttenbesitzer und als Treiber für den fortgesetzten Ausbau von Hütten, aber auch für Planierungen und Entwässerungen dienen.
  • Schließlich sind Almwege auch Kanäle für den Transport von Gülle in große Höhen; frei nach dem Motto: „Auf der Alm da gibt’s koa Sünd, auch wenn man dort die Gülle findt!“.

Schließlich ist fragwürdig, aus welchem Grund eine eigene Arbeitsgruppe eingesetzt werden soll: Die Zuständigkeit des Landes ist klar, die fachliche Expertise der zuständigen Ämter voll ausreichend. Umfassende Statistiken und Bewertungen über die Sinnhaftigkeit von Erschließungen liegen vor, sodass alle Entscheidungsgrundlagen bereits gegeben sind. Ob sich Almenbesitzer mit dem Vorgutachten zufrieden geben und im Zweifelsfalle ihr Projekt nicht doch durchzudrücken suchen, bleibt offen.
Aus dieser Sicht wirkt die Arbeitsgruppe mehr als eine Beruhigungspille, als Ventil für weitere Erschließungen statt als kontrollierende Instanz. Das Vorgehen der Landesräte Theiner und Schuler dient mehr der Beschwichtigung der Landwirtschaft und ihrer Interessenvertreter als dem notwendigen Schutz der sehr überschaubaren Zahl unberührter Almen.

16.1.2017
Hans Heiss, Brigitte Foppa, Riccardo Dello Sbarba

Luftwerte an der Brennerachse: Tempolimit wirkt

feinstaubAuch südlich des Brenners ist wie im Bundesland der „Lufthunderter“ überfällig.

  • Die Transitlawine auf der Brennerroute wächst unentwegt und erreicht vor allem beim Gütertransport belastende Spitzen: Der Güterverkehr über den Brenner übertrifft mit knapp 44 Mio. t den gesamten alpenquerenden Transport in der Schweiz (43 Mio. t); 2,1 Mio. schwere LKW, insgesamt 13, 3 Mio. Fahrzeuge haben 2016 den Brenner passiert – ein Transit-Plus von 4%!
  • Während südlich des Brenners trotz des in Rom vor bald drei Jahren eingereichten Maßnahmenkatalogs Sofortmaßnahmen zumindest zur Dämpfung der Emissionen ausbleiben, erzielt die Tiroler Landesregierung mit Tempo 100 auf der Inntalautobahn eine deutliche Verbesserung der Luftqualität. Dem Tiroler Vorbild wäre südlich des Brenners dringend zu folgen, auch wenn sich Rom hier bisher quer legt.
  • Trotz der beruhigenden Auskunft der zuständigen Landesämter, dass die Warnschwellen für negative Luftqualität selten überschritten würden, sprechen die Messwerte in Schrambach und Neumarkt eine andere Sprache. Zudem steht die akute Zunahme von Atemwegserkrankungen auch in Zusammenhang mit dem schlechten Luftzustand. Dieser ist ob der langen Trockenheit übel genug und verstärkt sich noch durch die stetig wachsenden Emissionen.
  • Wenn im Unterland auf der A 22 „probeweise“ ein „dynamisches Tempolimit“ von 100 km/h erprobt werden soll, um Auswirkungen auf die Luftqualität festzustellen, ist dies überflüssige Zeitverschwendung. Die Tiroler Resultate des Lufthunderters, flankiert von wissenschaftlichen Studien, sprechen eine klare Sprache, diesen gilt es zu folgen – die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger duldet keinen Aufschub!

12.1.2017
Hans Heiss, Brigitte Foppa, Riccardo Dello Sbarba

Gegenwind macht stark | Mitgliederkampagne 2017

facebook_v25

Wir Verdi Grüne Vërc stehen für die Rechte der Menschen und der Natur ein. Manches Mal kämpfen wir gegen Windmühlen und erhalten viel Gegenwind. Dieser haut uns nicht um, sondern bestärkt uns in unseren Zielen. Stark macht uns nicht nur der Gegenwind, sondern auch der Rückenwind, den wir durch unsere SympathisantInnen erfahren. Ermutigt werden wir durch jene, die zu unseren Veranstaltungen kommen, sich aktiv in den Arbeits- und Gemeindegruppen einbringen und mit ihren Ideen an die Partei und Fraktion herantreten. Bestärkt werden wir Grüne auch und vor allem durch die Mitglieder! Der Mitgliedsbeitrag beträgt 30€, für SchülerInnen und Studierende sind es 15€.
Hier findest du alle notwendigen Informationen für deine Mitgliedschaft. Wir brauchen Unterstützung. Auf bald!

Hier findest du die Kontodaten der Verdi Grüne Vërc:

Volksbank Filiale 050/Bozen/Leonardo da Vinci Str.
Kontonummer: 2029352
BIC: BPAAIT2B050
IBAN: IT60 X058 5611 6010 5057 2029 352

 

1 - 19112345...102030...»
Arbeitsgruppe und Vorprüfung von Almerschließungen

Arbeitsgruppe und Vorprüfung von Almerschließungen

Gut gemeint, aber allzu spät und von zweifelhafter Wirkung! Die Landesräte Schuler und Theiner kündigen eine Lösungsstrategie zur Frage der Almerschließungen an: Eine Arbeitsgruppe soll allfällige Erschließungsanträge im Einzelfall vorab prüfen, um [...]
Luftwerte an der Brennerachse: Tempolimit wirkt

Luftwerte an der Brennerachse: Tempolimit wirkt

Auch südlich des Brenners ist wie im Bundesland der „Lufthunderter“ überfällig. Die Transitlawine auf der Brennerroute wächst unentwegt und erreicht vor allem beim Gütertransport belastende Spitzen: Der Güterverkehr über den Brenner übertrifft m[...]
Gegenwind macht stark | Mitgliederkampagne 2017

Gegenwind macht stark | Mitgliederkampagne 2017

Wir Verdi Grüne Vërc stehen für die Rechte der Menschen und der Natur ein. Manches Mal kämpfen wir gegen Windmühlen und erhalten viel Gegenwind. Dieser haut uns nicht um, sondern bestärkt uns in unseren Zielen. Stark macht uns nicht nur der Gegen[...]
Mobilität in Südtirol: zentrale Fragen bleiben

Mobilität in Südtirol: zentrale Fragen bleiben

Mobilität in Südtirol: Bedeutende Fortschritte, aber zentrale Fragen bleiben. Die Landesregierung, namentlich LH Kompatscher und Landesrat Mussner, haben heute eine Gesamt-Bilanz über den Bereich Mobilität vorgelegt – eine der großen Herausforderu[...]
Wegweisend trotz Krankheit und Leiden: Bischof Karl Golser bleibt unvergessen.

Wegweisend trotz Krankheit und Leiden: Bischof Karl Golser bleibt unvergessen.

In ganz Südtirol wurde die Nachricht vom Tod von Bischof Karl Golser am Christtag 2016 mit großer Bewegung aufgenommen. So kurz sein von März 2009 bis Juli 2011 währendes Bischofsamt auch dauerte, so hat Golser dank seiner Persönlichkeit und Ausstrah[...]
Unterstützung der elektrische Mobilität in Betrieben

Unterstützung der elektrische Mobilität in Betrieben

Dank der Annahme der von den Grünen eingereichten Tagesordnung, die die nachhaltige Mobilität unterstützt, setzt sich die Landesregierung dafür ein, im strategischen Dokument für eine nachhaltige Mobilität und im Landeshaushalt entsprechende Maßnahme[...]
Mehr Forschung und Bildung für die Biolandwirtschaft.

Mehr Forschung und Bildung für die Biolandwirtschaft.

Der Landtag hat heute die Grüne Tagesordnung zum Haushaltsgesetz 2017 für höhere Investitionen in die Forschung und Bildung der Biolandwirtschaft angenommen. Dieser landwirtschaftliche Sektor befindet sich im Wachstum und hält ein großes Beschäfti[...]