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Danke Patrizia!

Patrizia TrincanatoNach zehn Jahren in der Bozner Stadtregierung hat unsere Patrizia Trincanato beschlossen, nicht mehr zu kandidieren. Bei den Grünen wird sie aber weiterhin aktiv mitwirken, angefangen mit der Wahlkampagne für die Gemeindewahlen und der Unterstützung unserer Bürgermeisterkandidatin Cecila Stefanelli.

Wir bedanken uns bei Patrizia. Sie war in den letzten 10 Jahren unser wichtigstes Gesicht und unsere unverzichtbare Energiequelle in Bozen – zuerst als Sozialstadträtin, wo sie viele Zeichen setzte, indem sie Sozialpolitik mit einem grünen Anstrich versah. Dann, in ihrer zweiten Ratsperiode, als Kultur- und Umweltstadträtin mit Zuständigkeit „für das aktive Zusammenleben“, wie sie ihr Ressort in einem bewussten Akt benannt hat.

Gerade in diesen letzten 5 Jahren hat Patrizia, oft in geduldiger Kleinarbeit und hinter den Kulissen, eine für Bozen großartige Arbeit geleistet. Drei Museen hat sie eröffnet, darunter das Dokumentationszentrum unter dem Siegesdenkmal – nur sie selbst weiß wohl, welche mühselige Vermittlungsarbeit hinter dieser Eröffnung steckt. Dass auch Bozen trotz aller Widrigkeiten zu einem Mülltrennsammelsystem gefunden hat, ist ebenfalls Patrizia Trincanato zu verdanken. Lächelnd hat sie den monatelangen Kritiken standgehalten und am Ende die Mülltrennung in Bozen auf sagenhafte 69 % gesteigert.

Wir sind stolz auf Patrizias Arbeit. Sie hat gezeigt, dass grüne Regierungsbeteiligung Früchte trägt, ja, den Unterschied macht. Effizienz und menschliche Größe haben ihre Arbeit gekennzeichnet und wer sie auf ihren Wegen in der Stadt begleitet, wird sehen, wie beliebt sie ist und wie sehr nicht nur ihre Arbeit, sondern auch ihre Menschlichkeit geschätzt wird.

Die jetzige Entscheidung, nach zehn Jahren nicht mehr zu kandidieren und doch der neuen grünen Liste und der Bürgermeisterkandidatin Cecilia Stefanelli zur Seite zu stehen, ist für uns Verlust und zugleich Einsicht, dass „Nachwachsen“ und Nachwuchs zulassen Teil nachhaltiger Politik zu sein hat. Patrizia setzt auch hier ein wichtiges Zeichen.

Für das Geleistete und für die weitere Unterstützung danken wir Patrizia. Grazie assessora!

 

Brigitte Foppa und Giorgio Zanvettor, Co-Landesvorsitzende Verdi Grüne Vërc

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Die gläserne Decke in der Landesverwaltung

gläsernedeckeIn Deutschland wurde am Freitag der Equal Pay Day begangen, in Südtirol wird am 17. April darauf hingewiesen, dass Frauen ein ganzes Stück länger arbeiten müssen, um denselben Lohn zu erhalten wie Männer.
Da in diesen Tagen auch das Personalgesetz in der Gesetzgebungskommission behandelt wird, haben wir uns mit der Lohnverteilung in der Landesverwaltung auseinandergesetzt – und festgestellt, dass die berühmte „gläserne Decke“, die besagt, dass Frauen in ihrem Aufstieg im Regelfall nur bis zu einer bestimmten Stufe der Karriereleiter gelangen und dort aus verschiedensten Gründen festhängen, auch für Südtirols öffentlichen Dienst gilt.

Aus der Antwort auf eine unserer Landtagsanfragen geht nämlich hervor, dass das Land, das zu 61,3 % Frauen beschäftigt, in den Führungsebenen eine ganz andere Verteilung aufweist:
Nur 27,3 % der RessortdirektorInnen sind Frauen, 22,2 % der AbteilungsdirektorInnen und 31,3 % der AmtsdirektorInnen. Noch schlechter sieht es mit der Führungsebene der Gesellschaften aus, in denen das Land Südtirol Mehrheitseigentümer ist: Dort stehen den 11 Männern nur 2 Frauen gegenüber, also 85 % zu 15 %. Die neue Landesregierung hat hier nicht viel geändert. Alle wichtigen Posten im Land bleiben fest in männlicher Hand.
Damit, dass die Frauen schlecht arbeiten würden, hängt das wohl nicht zusammen. Aus derselben Anfrage erfahren wir nämlich, dass bei den Koordinierungszulagen, den Aufgabenzulagen und den individuellen Leistungsprämien die Frauen sich sehr wohl hervortun. Dort stimmt auch die Verteilung annähernd mit dem Prozentanteil von Frauen überein: (respektive 65%, 77%, 70%).
Das Fazit: Frauen arbeiten offenbar fleißig und übernehmen Aufgaben, werden dafür auch belohnt – aber die Karriere bleibt weiterhin den Männern vorbehalten bzw. diese werden bevorzugt. Somit scheint die Südtiroler Landesverwaltung ein Paradebeispiel für die Theorie der gläsernen Decke.

Im Zuge der Behandlung des Personalgesetzes haben wir daher einen Antrag vorbereitet, der vorsieht, weibliche Bewerberinnen bis zur Erreichung einer annähernden Ausgewogenheit bei der Besetzung der Führungspositionen vorzuziehen (wie vom Gleichstellungsgesetz vorgesehen!).

PS: Gerade erreicht uns auch die Antwort der Regionalregierung auf eine Anfrage, warum bei der Besetzung des Verwaltungsrates von PensPlan eine zweite Frau ausgeschlossen wurde. Es heißt dort: „Der Regionalausschuss hat sich für die Kontinuität der Verwaltung entschieden“. Auch so verhindert man(n) weiblichen Aufstieg… im Sinne der Kontinuität!

Brigitte Foppa, Hans Heiss, Riccardo Dello Sbarba
Bozen, 24.03.2015

Sigmundskron – Stop dem Megaprojekt

Die Mobilisierung der Bürgerinnen und Bürger und das Vorgehen der Grünen gegen das Megaprojekt in Sigmundskron führen zu einem ersten positiven Ergebnis.

SigmundskronIn ihrer Antwort auf unsere Anfrage hat sich die Landesregierung vom Gewinnerprojekt des Ideenwettbewerbs distanziert. Dazu erklärt sie:

1.    Das Bauwerk ist bisher vom Land weder finanziert noch auf dessen Prioritätenliste zu finden.
2.    Das ursprüngliche Projekt birgt das Risiko, Pendlerverkehr durch Frangart zu verursachen.
3.    Es ist angebracht, für die vorgesehene Brücke eine „weniger umweltbelastende und weniger kostenintensive“ Lösung zu suchen.

Wir zeigen uns zufrieden mit dieser Antwort und halten es daher für angebracht, dass der Landtag einen eindeutigen Auftrag an die Landesregierung gibt. Dafür haben wir bereits einen Beschlussantrag vorbereitet, der in der kommenden Landtagssitzung im April behandelt werden wird. Der beschließende Teil lautet wie folgt:
„Der Landtag beauftragt die Landesregierung, das Gewinnerprojekt des Ideenwettbewerbs zurückzustellen und die Planung des “Mobilitätsknotenpunktes Sigmundskron” unter Einbeziehung der Bevölkerung in einen partizipativen Prozess wieder von vorne zu beginnen; mit dem Ziel, ein neues Projekt auszuarbeiten, das die ökologischen, landschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Bauwerks auf ein Minimum reduziert und von der Bevölkerung akzeptiert wird.“

Landtagsabgeordnete
Riccardo Dello Sbarba
Brigitte Foppa
Hans Heiss

Im Anhang: Anfrage und Antwort

23.03.2015

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Danke Patrizia!

Danke Patrizia!

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Sigmundskron – Stop dem Megaprojekt

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Stellungnahme Tobe Planer: getrennte Kandidatur Grüne und Projekt Bozen Gemeindewahl 2015

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Stellungnahme zur aktuellen Lage, getrennte Kandidatur Grüne und Projekt Bozen. Nach den turbulenten letzten Tagen und Wochen rund um das sich ankündigende Zerwürfnis mit dem Bürgermeister und das nun separate Antreten des “ökosozialen Flügels”, m[...]
Stabübergabe an Cecilia Stefanelli

Stabübergabe an Cecilia Stefanelli

Vorstellung unserer gemeinsamen Bürgermeisterkandidatin: Cecilia Stefanelli CECILIA STEFANELLI. MEINE VORSCHLÄGE FÜR EIN GUTES LEBEN IN BOZEN 1. Inklusion Die Stadt ist ein Gemeinwohlprojekt, das niemanden außen vor lassen darf. Das Solidari[...]