1 - 8212345...102030...»

Schonung für das Alpenschneehuhn: Kleiner Sieg der Grünen im Landtag

PerniceBiancaZumindest ein Teil unseres Beschlussantrags wurde genehmigt: Die Grünen zielte darin auf besseren Schutz des Alpenschneehuhns ab. Von nun an wird das Amt für Jagd und Fischerei die Entscheidung über die Jagdbarkeit vornehmen, auf Grundlage wissenschaftlicher Erhebung über Population und Verbreitung dieser seltenen Vogelart.
In vergangenen Jahren hat das Amt für Jagd und Fischerei mehrfach einen Stopp für die Jagd auf das Alpenschneehuhn vorgeschlagen, aber die endgültige Entscheidung wurde von der Abschusskommission vorgenommen, in der der Südtiroler Jagdverband stark vertreten ist. Diese Kommission hat häufig den Abschüssen Vorrang gegeben und die Vertreter des Amtes für Jagd und Fischerei überstimmt. Dies wird künftig nicht mehr der Fall sein, ein schöner Erfolg gegen die Herren der Jagd, deren starke Position in Südtirol durch den Abgang von LH Durnwalder geschwächt ist. Zur Rettung des Alpenschneehuhns haben sich im vergangenen Jahr die Tierschutzvereine des Landes mit einer Petition und Tausenden von Unterschriften eingesetzt. Folgenden Teil des Beschlussantrags hat der Landtag einstimmig angenommen:
„Der Südtiroler Landtag verpflichtet die Landesregierung, jedwede Entscheidung über die Jagd auf das Alpenschneehuhn dem verpflichtenden Gutachten des Amtes für Jagd und Fischerei zu unterziehen, unter Berücksichtigung der Grundbedingungen zur Population und Verbreitung dieser Art. Zu diesem Zweck wird die Landesregierung beauftragt, Art. 6, Abs. 2 der Durchführungsbestimmung zum Landesgesetz 14/1987 zu ändern.“
Wenigstens ist es in der Frage des Alpenschneehuhns gelungen, die Barriere der Landesregierung gegen die Vorschläge der Grünen zu durchbrechen.

Riccardo Dello Sbarba Brigitte Foppa Hans Heiss
Bozen, 10. Juli 2014

Wer sind die Neinsager?

LandtagLIVEDie Grünen Beschlussanträge haben gestern im Landtag zu skurrilen Diskussionen geführt. Am Ende hat der Landtag alle grünen Vorschläge (für mehr Datenklarheit über die Müllentsorgung, für stärkere Kontrollen auf Abdrift, für Entschädigungen an Gemeinden, welche auf die Wasserkraft-Nutzung ihrer Flüsse verzichten, für eine Arbeitsgruppe Großraubwild) abgelehnt. Nichtsdestotrotz werden diese Themen unser Land und die Bevölkerung weiter beschäftigen.

Der grüne Vorschlag, in Sachen Abdriftminderung einen Schritt weiter zu denken und strenger zu kontrollieren, als in der Maßnahme von Landesrat Schuler vorgesehen, hatte zum Ziel, Biolandwirtschaft und Volksgesundheit besser zu schützen. Eigene Erfahrungen und Interessen haben aber zu einer emotionalen, polarisierten Diskussion geführt, die im Vorwurf gipfelte, die konventionelle Landwirtschaft kriminalisieren zu wollen. Der Vorschlag wurde abgelehnt.
Die Aufforderung zu mehr Klarheit im Dickicht der Müllentsorgungsdaten durch einen allgemein verständlichen Müllbericht wurde von Landesrat Theiner als Wunsch nach mehr Daten und somit mehr Bürokratie „missverstanden“. Der Vorschlag wurde abgelehnt.
Gemeinden entschädigen, die sich für natürliche Flüsse einsetzen und somit auf die Wasserkraftnutzung der Gewässer verzichten, das schien dem LR Theiner eine Maßnahme, die mit dem Südtiroler System inkompatibel ist. Der Vorschlag wurde abgelehnt.
Schließlich wurde der “Beirat für Großraubwild”, der alle Aspekte im Zusammenhang mit der Rückkehr dieser Tiere nach Südtirol abdecken und neben der Landesverwaltung und den betroffenen Kategorien auch die Wissenschaft miteinbeziehen sollte, als Förderung der Wiedereinführung von Bären und Wölfen missinterpretiert. LR Schuler war der Meinung, dass Wissenschaftler von keinem Nutzen in so einem Beirat wären. Mit einer knappen Ablehnung (14 Ja und 14 Nein) ging dieser Tag voller „Volltreffer“ zu Ende.

Dabei hatte es doch geheißen, dass nun gute Vorschläge auch aus den Reihen der Opposition angenommen würden. Danach sieht es momentan nicht aus. Wir werden uns von der Opposition der Landesregierung trotzdem nicht entmutigen lassen und weiterhin unsere bewährte, konstruktive Qualitätsarbeit leisten.

Landtagsabgeordnete

Brigitte Foppa, Riccardo Dello Sbarba, Hans Heiss
Bozen, 10. Juli 2014

Geehrte Frau Mair

PariRappresentanzaGeehrte Frau Mair,

der Landesbeirat für Chancengleichheit wurde von der Landesregierung und dem Südtiroler Landtag ernannt und hat als solcher die Aufgabe Maßnahmen zu setzen in diesem Bereich. Als Freiheitliche haben Sie sich entschieden, niemanden zu nominieren, da müssen Sie jetzt wohl damit leben, wenn das Arbeitsprogramm eben so ist wie es ist.

Der Feminismus hat keine Kriege geführt und niemanden getötet. Die Anliegen des Feminismus sind bessere Bildung, bessere Arbeitsverhältnisse, Sicherheit, soziale Ausgeglichenheit, ein friedliches Miteinander, Gerechtigkeit. Davon profitieren auch Männer, Anti-FeministInnen und rechte Parteien.

Wenn Sie die von Ihnen genannten “berechtigten und wichtigen Anliegen der Frauen” ernst nehmen würden, ließe sich vieles davon auch in Südtirol endlich umsetzen.

In froher Erwartung auf die nächste entsprechende Abstimmung im Landtag,
mit freundlichen Grüßen,
für die Grünen Frauen
Evelyn Gruber-Fischnaller
Caterina Maurer

1 - 8212345...102030...»
Schonung für das Alpenschneehuhn: Kleiner Sieg der Grünen im Landtag

Schonung für das Alpenschneehuhn: Kleiner Sieg der Grünen im Landtag

10. Juli 2014

Zumindest ein Teil unseres Beschlussantrags wurde genehmigt: Die Grünen zielte darin auf besseren Schutz des Alpenschneehuhns ab. Von nun an wird das Amt für Jagd und Fischerei die Entscheidung über die Jagdbarkeit vornehmen, auf Grundlage wissenscha[...]

Wer sind die Neinsager?

Wer sind die Neinsager?

10. Juli 2014

Die Grünen Beschlussanträge haben gestern im Landtag zu skurrilen Diskussionen geführt. Am Ende hat der Landtag alle grünen Vorschläge (für mehr Datenklarheit über die Müllentsorgung, für stärkere Kontrollen auf Abdrift, für Entschädigungen an Gemein[...]

Geehrte Frau Mair

Geehrte Frau Mair

9. Juli 2014

Geehrte Frau Mair, der Landesbeirat für Chancengleichheit wurde von der Landesregierung und dem Südtiroler Landtag ernannt und hat als solcher die Aufgabe Maßnahmen zu setzen in diesem Bereich. Als Freiheitliche haben Sie sich entschieden, niemand[...]

Brief aus dem Beirat für Chancengleichheit

Brief aus dem Beirat für Chancengleichheit

9. Juli 2014

Von Betroffenheit und Beteiligung In London findet der UNICEF-Mädchengipfel statt​, Google will mehr Frauen in Führungspositionen, die Reform des​italienischen ​Senates ​führt (neben einer Minderung der Kompetenzen) durch die Beschickung aus den[...]

Proporz erreicht?

Proporz erreicht?

8. Juli 2014

Mit der Umgestaltung des ethnischen Proporzes bei der Stellenbesetzung im Sanitätsbereich wurde die Diskussion über die grundsätzliche Sinnhaftigkeit wieder aufgeworfen. Ein weiteres Mal stellt die Öffentlichkeit fest, dass sie nicht wirklich Beschei[...]

AUS DEN GEMEINDEN

Termine

  • 31. Juli 2014

    Landesversammlung/ Assemblea provinciale
    Start: 18:00
    Ende: 20:00
    Ort: Via Bottai 5, Bolzano
    div>

  • 4. August 2014

    Grüne Frauen*Donne Verdi
    Start: 18:00
    Ende: 20:30
    Ort: Bindergasse, 5, Bozen
    div>

  • 9. August 2014

    Vierter „Treffpunkt veganes Leben“
    Start: 09:00
    Ende: 17:00
    Ort: Petersberger Leger Alm (Deutschnofen)

AKTIONEN