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Da haben wir den Müll!

Muellverbrennungsanlage_artikelBoxDie Diskussion um die mögliche Verbrennung von getrocknetem Klärschlamm im Müllverbrennungsofen Bozen Süd zeigt auf, wie verzweifelt man nach Verbrennungsmaterial sucht, um den Ofen zu befüllen.

Für uns ist das ein weiteres Mal der Hinweis darauf, dass die Anlage viel zu groß gebaut wurde (worauf wir Grünen immer schon hingewiesen hatten), und dass von einer völlig falschen Annahme der Müllentwicklung ausgegangen worden war.
Die gesamte Fehlplanung wird von der fehlenden Fernwärmanlage noch untermauert. Derzeit wird nur ein sehr geringer Teil (ca. 1/5) der thermischen Energie in das bestehende Fernwärmenetz eingespeist – ganz einfach weil das Netz nicht rechtzeitig geplant und gebaut wurde. Trotzdem wird die Anlage von den Verantwortlichen quasi als CO₂-Retter weiter gefeiert.

Dabei wird die Größe der Verbrennungsanlage immer grotesker und wird sich unweigerlich negativ auswirken – spätestens wenn wir, wie vom „Sblocca-Italia-Dekret“ vorgesehen, Restmüll aus anderen Regionen aufnehmen müssen. Wie sich das auf die Mülltrennungsmoral der Südtiroler Bevölkerung auswirken wird, kann man sich gut ausmalen.

Angesichts der immer offen darliegenden Planungsmängel fordern wir, dass erstens die Verantwortlichen endlich ihre Fehler eingestehen, und dass zweitens ein sinnvolles Konzept ausgearbeitet wird, um den Schaden rund um diese überdimensionierte Monsteranlage einzugrenzen – indem man auch teilweise Schließungen im Jahreslauf andenkt.

Wenn einerseits Krankenhäuser geschlossen werden, ist es umso absurder, dass andererseits weiterhin Geld im Müllofen verheizt wird.

21.11.2014

Brigitte Foppa, Riccardo Dello Sbarba, Hans Heiss

Hier finden Sie unsere Anfrage

Kein Denkmalschutz für „Villa Erika“!

villa-erika-gru__776_neEin Stück Grieser Bau- und Ensemblequalität in akuter Gefahr.

Landesrat Mussner hat auf Anfrage der Grünen jüngst mitgeteilt, dass die „Villa Erika“ in der Egger-Lienz-Straße in Gries/Bozen nicht unter Schutz gestellt werden soll.
Nach beil. Antwort verfügt die Villa nicht über hinreichende Bauqualität, sodass ihr aus der Sicht der Abt. Denkmalpflege die notwendige „Schutzwürdigkeit“ nicht zuerkannt werden kann. Der nun drohende Abriss aufgrund der fehlenden Schutzbindung wäre freilich höchst bedauerlich. Denn gerade die bescheiden-unaufdringliche Qualität des Gebäudes ist ein typischer Ausdruck der Grieser Wohnkultur, die den Charakter repräsentativer Villenbauten ideal ergänzt.

Zudem würde nach Abriss der „Villa Erika“ an ihre Stelle ein Projekt treten, in dessen Bauvolumen und Überproportion das Profitinteresse weit vor der architektonischen Qualität rangiert, als ein schwerer Schlag gegen die Ensemblewirkung dieses Stadtteils.

Wir fordern den Landesrat und die Abteilung Denkmalpflege nochmals auf, ihre Entscheidung zu überdenken und zugleich an die angekündigte und überfällige Ergänzung der Bozner Denkmallisten zu schreiten. Die Landeshauptstadt und ihre architektonische Qualität weisen vielfach europäischen Rang auf, der weit stärkeres Engagement als bisher verdient.

Hans Heiss
Riccardo Dello Sbarba
Brigitte Foppa

BZ, 24.11.2014

SOUTH POINT = NOₓ-Point

Den Medien ist zu entnehmen, dass die Podini-Holding in der Galileistraße ein Projekt der städtebaulichen Umstrukturierung gemäß Art. 55 des Landesraumordnungsgesetzes umsetzen will. Im „South Point“ sollen 17.000 m³ Wohnfläche, 57.000 m³ Handelsfläche, 57.000 m³ Unterhaltungs- und Bürofläche und weitere 50.000 m³ Detailhandelsfläche entstehen.

Die von uns früh geäußerten Warnungen vor den Problematiken, die die „Lex Benko“ herauf beschwört, treten somit ein: Nicht mehr die öffentliche Hand stellt die Weichen für die Stadtentwicklung, sondern der private Geldgeber (bzw. Geldhaber).

Beim genannten Vorhaben bestehen aber auch Zweifel wegen des Standortes und seiner gesundheitlichen Risiken, auf die wir Grünen bereits im Bozner Gemeinderat bei der Abstimmung zur Erweiterung des „Twenty“ an derselben Stelle hingewiesen hatten.
Laut Luftqualitätsplan der Landesagentur für Umwelt, Programm zur Reduzierung der NO₂-Belastung, würde der „South Point“ an einer der am stärksten belasteten Stellen des ganzen Landes platziert. Dort wird ein Jahresmittelwert von 62 µg/m³ gemessen, der einem Grenzwert von 40 µg/m³ gegenübersteht.
Wir erinnern daran, dass erhöhte NO₂-Werte zur Zunahme von Atemwegserkrankungen führen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit zunehmen, weshalb eine entsprechende EU-Richtlinie (2008/50/EG) die Staaten verpflichtet, die Einhaltung der Grenzwerte innerhalb 2015 zu garantieren.
Vor allem, wenn man die bereits besorgniserregenden Luftwerte in Relation mit der Bevölkerungsdichte im Bozner Stadtgebiet sieht (s. Luftqualitätsplan: „Von der Überschreitung sind ca. 25.000 Personen betroffen. Die höchsten Werte treten (…) entlang der Brennerautobahn auf.“), steht die Sinnhaftigkeit eines derartigen Projektes in Frage. Es würde eine große Anzahl von Personen an einen Ort locken, der alles andere als gesund ist. Dort generationenübergreifendes Wohnen vorsehen und Sport- und Erholungsanlagen anbieten, erscheint uns als sehr verwegen bis verantwortungslos, wenn nicht gar zynisch.

In dieser Sache richten wir eine Anfrage an die Landesregierung, um zu erfahren, wie die Landesregierung das Vorhaben auf der Grundlage der Luftsituation bewertet.
21.11.2014

Brigitte Foppa, Hans Heiss, Riccardo Dello Sbarba

Anlage: Auszug aus dem Programm zur Reduzierung der NO₂-Belastung, Landesagentur für Umwelt

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Da haben wir den Müll!

Da haben wir den Müll!

Die Diskussion um die mögliche Verbrennung von getrocknetem Klärschlamm im Müllverbrennungsofen Bozen Süd zeigt auf, wie verzweifelt man nach Verbrennungsmaterial sucht, um den Ofen zu befüllen. Für uns ist das ein weiteres Mal der Hinweis darauf, d[...]
Kein Denkmalschutz für „Villa Erika“!

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Ja zu Tempo 100 auf Tirols Autobahnen

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Mutig, notwendig und nachahmenswert! Mit heutigem Tag tritt die Verordnung der Tiroler Landesregierung in Kraft, wonach PKW‘s zwischen Kufstein und Zirl bzw. Schönberg sowie von Karrösten bis Zams auf Tirols Autobahnen Tempo 100 einhalten müssen. [...]
Fusion SEL-Etschwerke: Grüne fordern die „Due diligence“ von SEL über die Etschwerke

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LR Theiner verpflichtet sich zur Übergabe Die 2. Gesetzgebungskommission des Landtags hat in ihrer Sitzung heute Vormittag den Gesetzesentwurf über die mittleren Wasserkonzessionen behandelt; die Diskussion darüber ist noch nicht abgeschlossen. [...]

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Termine

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