Acqua bene pubblico, approvata la mozione dei Verdi contro la privatizzazione
Wasser muss ein öffentliches Gut bleiben: Grüner Beschlussantrag gegen die Privatisierung des Wassers im Landtag angenommen.

Il Consiglio provinciale ha approvato oggi a larga maggioranza una mozione dei Verdi che ribadisce che l’acqua è un bene pubblico comune che non va privatizzato.
Der Südtiroler Landtag hat heute mit breiter Mehrheit einen Beschlussantrag der Grünen gegen die Privatisierung des Wassers angenommen.
Haushaltsgrenzen und offene Autonomie
Hans Heiss

Wer den Landeshauptmann vor Beginn der jährlichen Haushaltsrede diskret beobachtet, hat Gelegenheit zu sehen, mit welcher Mischung aus Neugier und verhaltener Abwehr Luis Durnwalder den Bericht zur Hand nimmt, den er gleich verlesen soll. Er hält ihn in Händen wie eine ihm fremde Vorlage und das ist sie auch.
Die Verlesung macht dann stets deutlich, wie wenig sich der Landeshauptmann damit identifiziert, es sind nicht seine Worte, die der Bericht enthält, es sind nicht seine Schwerpunkte, nicht sein Ton oder sein Stil.
Wir alle von der Opposition, denn die Mehrheitskollegen verlassen stets den Saal, warten gespannt auf die Rüttler und Stolperer, wenn der Landeshauptmann über Sentenzen, Passagen und Wörter hinweg donnert, die garantiert nicht die seinen sind. Wie bei einem starken, straff gefederten Traktor, der über eine Bodenwelle hinweg fegt, gibt es dann einen harten Aufsetzer und ein kurzes Stocken, bevor es unbeirrt weiter geht.
Die konfuzianischen Weisheiten über die chinesische Bedeutung von Krise, die schiefen Bilder von der „Keule der sozialen Kälte“, die einem wahrlich das Blut in den Adern gefrieren lässt und andere Blüten wie von den „grün und blau geschlagenen Arbeitslosen“ stammen nicht aus Durnwalders Vokabular, sondern sind die Kopfgeburten eines Redenschreibers, der sich zwar oft redlich bemüht, den Tonfall des Landeshauptmanns zu treffen, um aber dann doch selbstverliebt in den Pointenkoffer der Polit-Rhetorik zu greifen.
Pendolari: nessun motivo di trionfalismo.
Öffentlicher Personennahverkehr: Kein Grund zum Triumph.
La soddisfazione con cui la Giunta provinciale ha accolto la statistica Astat sul “Trasporto pubblico locale 2008/2009” (Astat-info nr 64) va ridimensionata.
Leggendo bene, ci si accorge che non è affatto vero che “più di 86.000 utenti regolari usufruiscono quotidianamente dei mezzi di trasporto pubblico locale”. Questo è infatti il numero dei possessori di abbonamenti, ma non quello degli utilizzatoti effettivi di mezzi di trasporto pubblico. E questo vale soprattutto per gli studenti dotati di abo+ ricevuto gratuitamente dalla scuola, che sono il 90% dei pendolari censiti, e che non sono obbligati alla timbratura.
Die Selbstzufriedenheit, mit der die Landesregierung die Astatstudie „Öffentlicher Personennahverkehr – 2008/09“ aufgenommen hat, kann nicht ganz geteilt werden.
Unter den 86.900 Fahrgästen, die laut Astat regelmäßig die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, da sie ein Abonnement besitzen, befinden sich circa 68.000 Schüler, die Inhaber des kostenlosen Jahresabonnement Abo+ sind. Da diese jedoch ihre Fahrkarten nicht abstempeln müssen, umfassen die genannten Zahlen nur die Inhaber von Abonnements. Sie sagen jedoch nichts darüber aus wie viele von ihnen auch regelmäßig die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen.
Neuer Winterfahrplan: Verbesserungen und gravierende Mängel

Die Zitterpartie ist zu Ende: der neue Winterfahrplan ist in Kraft. Arbeit und Abstimmung des Mobilitätsressort sind anerkennenswert: die neuen Verbindungen Richtung Brenner sind begrüßenswert; wichtig ist, dass die neuen Anschlüsse ins Pustertal endlich reibungslos klappen.
Der von Trenitalia gestrichene Eurostar Bozen-Rom ist ein herber Verlust, der aber den Landesrat kaum beeindruckt, denn er wirbt mit Billigflügen von Air Alps als wenig umweltfreundliche Alternative. Ob der Ticketpreis von 177 Euro für den Flug überdies zustande kommt, ist allerdings zweifelhaft. Bozen-Rom im Eurostar kostet H+R 150 Euro, wäre also relativ günstig; zudem wäre der Zug mit viereinhalb Stunden Fahrtzeit ins Zentrum voll konkurrenzfähig. Dass sich der Landesrat um den Erhalt der Romlinie nicht mehr engagiert hat, ist ein schweres Manko.
Für Reisende und Pendler ist auch die Sperre für Abos, Wert- und Familienkarten auf EC-Zügen eine bittere Pille. Damit sind überregionale Verbindungen deutlich verteuert; eine frühzeitige Verhandlung mit dem neuen Betreiber wäre zielführend gewesen.
Schließlich ist auch das Qualitätsmanagement der Züge und Bahnhöfe deutlich anzuheben; verschmutzte und unklimatisierte Garnituren sind die Regel, vom Zustand wichtiger Bahnhöfe wie Brixen, Sterzing, Waidbruck ganz zu schweigen.
Il vertice sul clima di Copenagen impone anche responsabilità locali. Per un Sudtirolo CO2–neutrale.
Klimagipfel in Kopenhagen bedarf auch lokaler Verantwortung: Für ein CO2 –freies Südtirol!

L’obbiettivo di fermare il cambiamento climatico e limitare il riscaldamento del pianeta a 2 gradi entro il 2050 è difficile da raggiungere ma necessario più che mai. Gli effetti del cambio climatico avranno infatti effetti catastrofici per i popoli più poveri e per le future generazioni. E anche l’Alto Adige deve assumersi le sue responsabilità: sebbene piccola, la nostra terra può avere una funzione esemplare nell’arco alpino.
Das Ziel, die Erwärmung der Erde zu stoppen und sie bis 2050 auf 2 Grad C zu begrenzen, scheint zwar schwer erreichbar, ist aber dringender denn je. Wird der Klimawandel nicht gemildert, so drohen verheerende Folgen, die künftige Generationen und arme Länder auszubaden haben. Obwohl Südtirols Rolle an der weltweit notwendigen Umsteuerung minimal ist, trägt unser Land seinen Teil der Verantwortung und kann im Alpenraum als Vorbild wirken.
Tourismusjahr 2008/09: Signale der Trendwende

Südtirols Tourismus hat im Krisenjahr 2008/09 neue Rekordzahlen geschrieben: Das hervorragende Ergebnis verdient Anerkennung für die Arbeit der UnternehmerInnen und TouristikerInnen, zeigt aber auch deutliche Trends auf:
- Der Sommer hat das Tourismusjahr gerettet: Sommertourismus ist mit 17 von 28 Mio. Nächtigungen entschieden auf dem Vormarsch und wird sich angesichts des Klimawandels noch weiter verstärken. Daher sind naturnahe, authentische und ressourcenschonende Angebote mit Nachdruck zu entwickeln und auszubauen, dem Schutz von Natur und Landschaft erhöhtes Aufmerksamkeit zu widmen. Herausragende Sommerdestinationen wie die heuer durch Bautätigkeit extrem malträtierte Seiser Alm bedürfen daher besonderer Schonung.
- Die Wintersaison ist rückläufig: Trotz grandioser Schneeverhältnisse wurde ein Minus von 1,2% bei den Nächtigungen 2008/09 registriert. Es ist absehbar, dass sich der Winter auch angesichts der anhaltenden Krise weiter zurück entwickeln wird. Wintersport ist teuer, in diesem Segment wird künftig besonders gespart werden. Der Ausbau von Aufstiegsanlagen kann daher nur mit größter Zurückhaltung stattfinden.; auch im Hinblick auf die klimatische Entwicklung.
Insgesamt zeigen die Ergebnisse Vorboten eines langfristigen Trends, der mehr denn je auf die Notwendigkeit eines nachhaltigen, authentischen und umweltverträglichen Tourismus hinweist. Die Angebotsentwicklung in Südtirol muss diesen Signalen folgen.
Hans Heiss
Ricardo Dello Sbarba
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