Solidarität mit Gabriel Sigmund
Solidarietà con Gabriel Sigmund
|
|
| Rechts wird's eng - Quelle/fonte: AntiFa Meran/o - http://antifa-meran.org/ |
Die Grünen erklären sich mit Gabriel Sigmund, dem jungen Aktivisten der Antifa Meran, solidarisch und erinnern daran, wie wichtig der Widerstand gegen neonazistische Tendenzen auch 65 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges ist.
I Verdi esprimono la loro solidarietà con Gabriel Sigmund, giovane militante dell‘Antifa di Merano, e ricordano quanto sia importante la lotta contro tendenze neofasciste anche 65 anni dopo la fine della seconda guerra mondiale.
Endlich ein Institut für Geschichte! Historische Forschungsstätte ist begrüßenswert und bedarf klarer Arbeitsbedingungen

Die Landesregierung hat heute grünes Licht für die Errichtung eines Instituts für Geschichte an der EURAC gegeben und am Ende des Landesjubiläums einen nachhaltigen Impuls gesetzt. Mit dieser Entscheidung entsteht eine seit langem von vielen Seiten dringend gewünschte Forschungsstelle, für die weite Arbeitsfelder bestehen: Die Erforschung und Darstellung von wichtigen Themen vergleichender Landes- und Regionalgeschichte, von der Frühen Neuzeit bis zur Zeitgeschichte, die Beistellung didaktischer Hilfen und Beratungstätigkeit in historisch sensiblen Fragen.
Das Südtiroler Landesarchiv, das solchen Fragen seit seiner Gründung 1985 qualifiziert nachgegangen ist und die Gründung mit getragen hat, sieht sich dadurch entlastet. Zugleich werden Bemühungen der Arbeitsgruppe „Geschichte und Region / Storia e Regione“, die seit bald 20 Jahren auf die notwendige Errichtung eines Instituts verwiesen hat, endlich anerkannt.
Nun geht es darum, das neue Institut mit exzellenten, bevorzugt jüngeren WissenschaftlerInnen zu besetzen, die in einem transparenten Auswahlverfahren ermittelt werden. Die Arbeit des Instituts muss von einem qualifizierten, international besetzten Fachbeirat begleitet und ein Arbeitsplan fest gelegt werden. An Themen mangelt es wahrlich nicht: Neben Forschungsfeldern im Bereich der neueren und jüngeren Zeitgeschichte verdient die gegenwartsnahe Regionalgeschichte seit ca. 1965 besondere Beachtung.
- Der Aufbau einer hoch qualifizierten und international orientierten Errichtung ist auch deshalb von Bedeutung, da sich das wissenschaftliche Umfeld Südtirols gegenwärtig rasch ändert. Mit der Emeritierung des um Südtirols Zeitgeschichte hoch verdienten Innsbrucker Ordinarius Rolf Steininger im Herbst 2010 werden regionalgeschichtliche Schwerpunkte mit Gewissheit an Bedeutung verlieren. Zugleich scheint in Trient das Istituto Italo Germanico nach dem abrupten, kürzlich erfolgten Abgang von Leiter Gian Enrico Rusconi an Bedeutung einzubüßen.
- Das künftige Institut für Geschichte in Bozen gewinnt damit strategische Bedeutung. Die Zielsetzungen des Hauses, die Besetzung mit exzellenten Mitarbeitern , die Ausstattung mit Mitteln und die innovative Ausrichtung müssen diesem Wandel Rechnung tragen. Für Geschichtsbewusstsein und --Forschung in Südtirol stellt die Gründung einen echten Meilenstein dar
Hans Heiss
Kommentar von Sepp Kusstatscher: der Irrglaube an ewiges Wachstum
Im „Alto Adige“ wird heute ein anderer Wachstumsfetischist auf Seite 3 schön positioniert. Der Verkehr-Landesrat meint: Südtirol, das sooo schwer erreichbar sei (nur noch illegale Ausländer erreichen uns), brauche dringend neben einer dreispurigen Autobahn und dem Brenner-Basistunnel (mit einer Hochgeschwindigkeits-Eisenbahn unter uns hindurch!) dringend einen größeren Flughafen.
Meines Erachtens brauchen wir dringend eine noch größere Wirtschaftskrise, die auch die Reichen erreicht, sonst steuern wir einem Kollaps zu. Der Irrglaube an ewiges Wachstum ist tödlich.
Schatten-Landesrat Ebner: „Weg frei“ – für die Machtübernahme des Wirtschaftsflügels in der SVP? / Ebner assessore-ombra: „Via libera…” per la conquista del potere della corrente economica dentro la Svp

„Weg frei“ lässt Handelskammerpräsident und Athesia-Direktor sein Tagblatt heute titeln, nachdem er gestern in der italienischen Tagespresse einen ersten Vorstoß unternommen und zum Ausbau der dritten Autobahn-Spur aufgerufen hatte. Ebners heute veröffentlichter Sechs-Punkte-Plan fasst alte, seit langem bekannte Forderungen von Südtirols Wirtschaft zusammen: Bürokratie-Abbau ist ein vielfach geteiltes Anliegen, die notorische Exportschwäche von Südtirols Wirtschaft hat sich letzthin deutlich gebessert (mit Ausnahme von 2009), Forschung und Entwicklung sind unterbelichtet, haben sich aber letzthin merklich gesteigert. In Verkehrsfragen setzt Ebner auf den nutzlosen BBT, obwohl dessen Finanzierbarkeit (so letzthin BBT-Kommissar Fabris) auf der Kippe steht und eine allfällige Realisierung mit Sicherheit nicht vor 2025 und damit bestenfalls kommenden Generationen, nicht aber der Wirtschaft heute und morgen zugute käme.
„Weg frei“ annuncia oggi il presidente della Camera di Commercio e direttore dell’Athesia sul suo quotidiano, con l’appello alla realizzazione della terza corsia sull’A22. I sei punti programmatici esposti oggi da Ebner sul Dolomiten sintetizzano le tradizionali richieste dell’economia sudtirolese: la riduzione della burocrazia è una cosa su cui ormai tutti sono d’accordo; ricerca e innovazione sono certo sottodimensionate, ma negli ultimi tempi hanno fatto passi avanti. Il sostegno di Ebner per l’inutile Tunnel di base del Brennero è noto, nonostante la mancanza di garanzie finanziarie (vedi l’allarme recente di Fabris) e la certezza che, non essendo pronto prima del lontano 2025, arriverà certo troppo tardi per rispondere alle esigenze dell’economia di oggi e anche di domani.
Michls dritte Autobahnspur: Nichts zum Lachen!
Es ist leider kein Faschingswitz, wenn der Handelskammer- Präsident dieser Tage eine dritte Autobahnspur verlangt!

Er vergisst dabei die aktuellen Entwicklungen:
- - Der Export und Import Italiens ist 2009 um mehr als 20 % zurückgegangen.
- - Auf der Brenner-Autobahn fahren rund 30 % der LKWs Umwege, um der Schweiz auszustellen, wo für das Befahren der Straßen auch die Kosten des Bauens, des Instandhaltens, der Umweltbelastung sowie der Gesundheit der Anrainer auf jeden LKW-Kilometer aufgerechnet werden und daher die Maut ca. fünfmal so hoch ist wie auf der A 22.
Es ist eine Frechheit, wenn der Chef der Dachorganisation der Unternehmerverbände zur Krisenbewältigung eine weitere Verschleuderung von Steuergeldern vorschlägt. Auch indem er in einem Atemzug die Notwendigkeit von Brenner-Basistunnel und Flughafen Bozen unterstreicht – beides wirtschaftlich gleich irrsinnige Vorhaben wie die dritte Autobahnspur.
Wenn die Handelskammer die regionale Wirtschaft beleben will und auf den Verkehr fixiert ist, dann gäbe es viele Investitionsmöglichkeiten bei der Modernisierung und beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs:
- - das derzeitige Eisenbahnnetz, die Bahnhöfe, leisere und modernere Züge, vor allem Güterzüge.
- - Der Bahnhof von Bozen wäre dringend zu modernisieren. Schon seit Jahrzehnten wird darüber geredet. Die derzeitigen kleinen Umbauarbeiten stocken.
- - Für eine Anbindung des Überetsch an Bozen fehlt anscheinend das Geld.
- - Wenn schon große Löcher gebohrt werden sollen, dann soll ruhig mit der Umfahrung von Bozen begonnen werden. Nachdem in Bozen keine Güter mehr auf- und abgeladen werden, können die klapprigen Güterzüge ruhig unter dem Kohlerer Berg durchgeleitet werden.
Diese wenigen Hinweise sollen genügen, um der Handelskammer aufzuzeigen, dass es sinnvollere Investitionen gäbe.
Die derzeitige Krise sollte aber endlich ein Denkanstoß sein, den Sinn des Wirtschaftens genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Hin- und Hertransportieren von gleichen und ähnlichen Waren kann volkswirtschaftlich nie und nimmer richtig sein. Das direkte und indirekte Subventionieren von Transporten schadet der heimischen Wirtschaft und fördert Waren, die von weit hergekarrt werden.
Ein Letztes: der Handelskammer-Präsident möge einmal eine/n seriöse/n TechnikerIn fragen, wie über all die Brücken und durch all die Tunnels der Autobahn zwischen Bozen und Brenner eine dritte Spur dazu gebaut werden kann und was der Spaß kosten würde.
Wir vermuten, dass den SüdtirolerInnen dann das Lachen schnell vergehen würde!
Brigitte Foppa und Sepp Kusstatscher
Landesvorsitzende der Grünen Verdi Vërc
Forschung & Entwicklung in Südtirol: Mehr Mitteleinsatz ist notwendig, vorab aber bessere Kooperation zwischen Unternehmen und Einrichtungen.

Nach der jüngsten ASTAT-Studie ist der Anteil für F&E in Südtirol 2007 verglichen mit 2006 zwar stark angestiegen, liegt aber weit unter allen regionalen/europäischen Richtwerten. Das Zwischenergebnis von 2007 ist dennoch nicht alarmierend, da der Aufholprozess seit 2002 rasant verläuft und eine Verdoppelung erzielt hat. Mit Blick auf die kleinbetriebliche Struktur von Südtirols Unternehmen und die im Vergleich gute Krisenfestigkeit sind die Ergebnisse beachtlich, aber systematisch zu steigern.
Der Weg der Steigerung ist daher weiter zu beschreiten und vorab fünf Strategien zu nutzen:
- Verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Kleinbetrieben einer Branche ist anzustreben.
Doppelgleisigkeiten und falsche Konkurrenz zwischen Einrichtungen sind abzubauen: Eklatantes Beispiel sind die widersprüchlichen Studien zur Wirtschaftsentwicklung Südtirols, die ASTAT und WIFO vorgelegt haben. Die Ergebnisse mögen begründet sein, führen aber in der Öffentlichkeit zu Verwirrung.
Langfristige sind Forschungsbereiche besser abzustimmen: So sind im Bereich der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz über 25 Verbände, Einrichtungen und Unternehmen in F&E tätig, ohne dass bisher eine grundlegende Abstimmung über Schwerpunkte erzielt worden wäre.
Stärkeres Engagement der Universität durch Drittmittel-Einwerbung: Nach wie vor bezieht die Freie Universität Bozen den größten Anteil der Forschungsmittel aus dem Landeshaushalt. Sie müsste sich mehr denn je bemühen, in Zusammenarbeit mit Unternehmen und anderen Fördertöpfen im Bereich der EU mehr Mittel einzuwerben.
Das Land muss schließlich im Rahmen seiner gesetzlichen Zuständigkeit den Prozess der Zusammenarbeit weit stärker als bisher begleiten und hat als starker Financier entschieden auf Kooperation zu drängen
Hans Heiss
Riccardo Dello Sbarba
Aktion zum Energiespartag (12.02.2010) - M'illumino di meno

Zum Energiespartag organisieren die Grünen Frauen einen Umzug mit alternativen Beleuchtungskörpern durch die Bozner Innenstadt. Dies geschieht im Rahmen der Aktion „M’illumino di meno“, welche von Caterpillar-Radio 2 alljährlich organisiert wird.
Seit Jahren schon veranstaltet die RAI-Sendung Caterpillar zum Energiespartag eine mittlerweile europaweite Aktion, die sich auf den berühmten Zweizeiler Ungarettis („M’illumino d’immenso“ – „Ich erleuchte mich mit Unermesslichem“) bezieht. In witziger Verzerrung wurde daraus der Slogan „M’illumino di meno“ („Ich erleuchte mit weniger“) gemacht hat.
Überall werden von Vereinen und Privatpersonen Initiativen gestartet, die auf kreative Weise die Notwendigkeit des Energiesparens unterstreichen – auch die Grünen Frauen sind heuer wieder dabei.
Licht sparen kann sehr viel Spaß machen - darauf wollen die Grünen Frauen in einer witzigen, schönen und doch auch politischen Sensibilisierungsaktion hinweisen.
Dort werden Tipps zur Lichteinsparung ausgeteilt. Anschließend wird ein Umzug durch die Stadt mit möglichst vielen Beleuchtungskörpern ohne Strom und ohne Batterien veranstaltet (Obstplatz, Waltherplatz, Rathausplatz, Talferbrücke).
Alle BürgerInnen, groß und klein sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen und selbst Beleuchtungskörper mitzubringen, um zu zeigen, was es alles gibt.
Aktualisiert (Dienstag, den 09. Februar 2010 um 12:46 Uhr)
|
LeserInnenbrief zum Gleichstellungsgesetz Herr Heidegger, ein ganzer Blödsinn ist nicht das Halbe-Halbe, das wir Frauen fordern, sondern das, was Sie von sich geben. Das von Ihnen gelobte SVP-Gleichstellungsgesetz haben Sie jedenfalls sicher nicht angeschaut – denn darin ist (leider!) weder von Arbeitsteilung die Rede, noch (leider!) von irgendeiner anderen Aufteilung der Welt. Nichts da mit „Halbe-Halbe, immer und überall“, wie Herr Heidegger befürchtet und mit lächerlichen Beispielen zu belegen versucht. In diesem armseligen Gesetz geht es um die Besetzung von einigen Gremien (zu 1/3 Frauen, zum Teil auch nur zu 1/7) – und basta. Mich würde nur wundern, wie die Gleichberechtigung à la Heidegger aussehen würde – denn die findet er ja „eine gute Sache“. Ohne Quoten, ohne berufstätige Mütter (gegen sie hat er doch auch schon gewettert), ohne Emanzen, ohne „Halbe-Halbe“. Ich habe den Verdacht, dass Heideggers gerechte Welt so aussieht wie die unserer Großväter: Auch damals waren nur die „Besten“ vorne dran. Zufälligerweise waren das immer Männer. Brigitte Foppa
Anbei ein Beschlussantrag der Grünen Landtagsfraktion
An den Beschlussantrag
|








Der O-Ton des Landeshauptmanns heute im Morgentelefon des Senders Bozen hat ein weiteres Mal bloßgelegt, wie es um seine innere Einstellung zur Gleichstellung von Mann und Frau bestellt ist. Gerade in der Woche, in der das Gleichstellungs- und Frauenförderungsgesetz (mit all seinen Macken) im Landtag behandelt wird, erklärt Herr Durnwalder auf Nachfrage, was den "idealen Manager" ausmacht: Der Satz begann mit den Worten "Ein idealer Manager, das ist ein Mann, der...."






