Kassationsgericht bestätigt Unwählbarkeitvon Christian Egartner als Landtagsabgeordneten

RekursstellerInnen: Sieg der Legalität und der Gleichheit der BürgerInnen vor dem Gesetz. Unwürdiger Rettungsversuch von SVP und Landtagspräsident Steger damit zu Ende.

kury

 Heute hat das Kassationsgericht das Urteil über die Unwählbarkeit von Christian Egartner als Landtagsabgeordneten hinterlegt. Dabei wurden die beiden Urteile in erster und zweiter Instanz bestätigt und Egartner als unwählbar für den Landtag erklärt. Die RekursstellerInnen drücken ihre Genugtuung über das Urteil des Kassationsgerichtshofes aus und bedanken sich vor allem bei ihrer Anwältin Dr. Renate Holzeisen für ihre kompetente Arbeit. Sie erinnern an die Beweggründe ihres Rekurses: Rechtsstaatlichkeit verlangt, dass alle Personen sich an Gesetze zu halten haben. Dieses Prinzip ist im Fall Egartner von der SVP im Landtag verletzt worden, die sich mit politischem Beschluss ganz einfach über die klare Rechtslage der Unwählbarkeit hinweggesetzt hat, wie sie auch aus dem Bericht des L.Abg. Dello Sbarba eindeutig zu entnehmen war.

Die Rekurssteller kritisieren weiterhin,

- dass die SVP nach Einreichen des Rekurses versucht hat, Egartner durch eine „authentische Interpretation“ des Landesgesetzes zu retten. Nur der allgemeine Protest gegen diesen Rettungsversuch hat die SVP davon abgehalten, dieses ad hoc-Rettungsgesetz im Landtag zu behandeln (die Gesetzgebungskommission hatte es bereits mit allen Stimmen der SVP-.Mitglieder verabschiedet).

- dass Egartner auch nach dem Urteil in zweiter Instanz weiterhin bis zum heutigen Tag dem Landtag angehört hat, obwohl das Urteil gleich vollstreckbar war. Um dies zu ermöglichen, hat Landtagspräsident Steger zwei Rechtsgutachten angefordert, die mit öffentlichen Mitteln bezahlt worden sind.

Cristina Kury

für die RekursstellerInnen:

Sepp Kusstatscher, Brigitte Foppa, Christian Troger, Michil Costa, Friederike Gruber, Maria Kusstatscher, Taferner Maria

 

Kommentare  

 
0 #2 Franz Ploner 2010-07-15 16:39
Sehr geehrte Grüne Landtagsfraktio n,
mit schwerem Herz schreibe ich Ihnen zu Ihrem Kommentar zum richterlichen Be- schluss und dem Ausschluss von Herrn Egartner aus dem Landtag. Ich konnte die Argumentationen nicht verstehen und gehässige Äusserungen ihrer Rechts-anwältin ekelten mich an; kein guter Stil demokratisch-versöhnlichen Sprachkultur. Als Angestellter und Verantwortungst räger im Bezirk Wipptal habe ich einen politischen Vertreter verloren, der sich um die Belange des Bezirks- insbesondere des KH eingesetzt hat. Von ihren Landtagsabgeord neten hat sich bis dato noch keiner um uns gekümmert oder positiv gesprochen; ein politischer Einsatz für dieses Haus fehlt gänzlich in ihrer Gruppe. Als treuer Wähler der Grünen habe ich mich von ihnen verabschiedet. Ich bin kein Werbeträger für Herrn Egartner, wohl aber überzeugter Demokrat, der jedem Bezirk einen Mandatar gönnt. Adieù liebe Grüne Landtagsfraktio n Franz Ploner
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0 #1 regulus 2010-07-15 09:00
Glückwunsch. Mit Julia wirds sicher lustiger :)
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