Sommerliche Ideenküche der Grünen Frauen
Sommerliche Ideenküche der Grünen Frauen
Den Sommer wollen die GrünenFrauen für Initiativen im öko-kulturellen und ökosozialen Geist nutzen.
In ihrem Treffen vom 5. Juli 2010 befassten sich die Grünen Frauen mit ihren Schwerpunkten in der Gemeindepolitik und mit Initiativen der nächsten Monate. Sie waren sich darüber einig, dass die frauenfreundlichen Maßnahmen, die Patrizia Tricanato in der letzten Legilsatur initiiert bzw. ermöglicht hat, weiter bestehen bleiben und dass neue hinzugefügt werden sollen. Erinnert sei an die Frauenquote für die Verwaltungsräte, das interkulturelle Frauenzentrum - und die verschiedenen Schalterdienste für Mädchen, ausländische Frauen, Lesben – eine Datenbank von Fachfrauen, das Netzwerk gegen geschlechtsspezifische Gewalt, um nur die wichtigsten zu nennen. Jetzt gehe es darum, das Dokument für eine frauenfreundliche Urbanistik als wichtiges Ergebnis eines partizipativen Prozesses umzusetzen, Frauen weiterhin in Entscheidungsprozesse einzubinden und somit der Diversität und Vielfalt von Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Anschließend wurden Ideen entwickelt, wie der Alltag von Frauen in den Städten erleichtert und dabei das Leben gesünder geführt werden kann.
Im zweiten Teil des Treffens einigten sich die Grünen Frauen darauf, ihre Aktion RICREA – WIEDERverWERTung während der Sommermonate neu aufzulegen. Dabei handelt es sich um einen Flohmarkt der Grünen mit Tipps zur Wiederverwertung alter Gegenstände. Dinge können getauscht, verschenkt, kreativ umfunktioniert oder erneuert werden, dies ist die dahinter stehende Aussage. Der erste Termin ist der 29. Juli am Abend im Dopolavoro Ferroviario in Bozen, der zweite am 20. August in einem Garten in der Nähe der neuen Zone Casanova. Näheres wird noch (auf der homepage) bekannt gegeben. Die Flohmärkte stehen allen offen, sei es zum Geben als auch zum Nehmen.
Weiters wurde beschlossen, im Oktober 2010 eine Studienfahrt nach Graz zu organisieren. Anlass ist der Steirische Herbst mit seinen kulturellen Inputs und verschiedene Projekte in Graz. Interessant wären ein Ausstellungsprojekt, das Interventionen im öffentlichen Raum thematisiert sowie der Besuch von interkulturellen Gärten, ein Austausch mit den Grazer Grünen Frauen, ein Treffen mit einer Selbstversorgerorganisation und den Herausgebern einer interkulturellen Zeitung.
Die Grünen Frauen sind davon überzeugt, dass Frauenplitik nicht nur darin besteht, gegen Chancenungleichheiten anzukämpfen und sexisitische Rollen-, Frauen- und Männerbilder anzuprangern – etwas, was sie immer gemacht haben - , sondern auch für ein gutes Leben und mehr Vielfalt im Alltag einzutreten. Damit kann den Druck moderner Anforderungen an Frauen besser Stand gehalten werden und mehr Platz für Vielfalt, Toleranz und Wohlbefinden vieler entstehen.


